„Meditation ist eine in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln.“

Was ist Meditation eigentlich?

Meditation ist zum einen als spirituelle Praxis, zum anderen als Konzentrationsübung beschrieben, als Methode um den hektischen Gedanken im Kopf zu begegnen. Meditation ist der Zustand geistiger Achtsamkeit. Es ist nicht die Tätigkeit, es ist der Zustand. Je nachdem was wir gerade tun, sind wir in diesem Zustand oder wir sind es nicht. Man kann dabei im Zustand der Meditation sein während man seiner Arbeit nachgeht oder während man in der Lotus-Position verschränkt im Himalaya sitzt 🙂

Wie kommen wir in den Zustand der Meditation?

Wenn wir uns die verschiedenen Erklärungen von Meditation anschauen, sehen wir häufig die Beschreibung von stillem Sitzen und „nichts denken“. Wahre Meditation ist aber deutlich mehr als das. Es ist der Zustand inneren Friedens der nur einkehren kann, wenn der Geist ruhig und still, aber dennoch in voller Aufmerksamkeit ist. Es ist der Start einer inneren Transformation zu einem höheren geistigen Achtsamkeitszustand. Meditation ermöglicht uns unser volles Potential als Mensch auszuschöpfen.

Bleibt die Frage: WIE kommen wir in diesen Zustand? 🙂

Also…

Wir wollen in einen Zustand gelangen, in dem der Geist ruhig und still, aber gleichzeitig vollkommen aufmerksam ist. Zerlegen wir diesen Satz nochmal in seine wichtigen Bestandteile.

Der Geist ist ruhig und still: Ein ruhiger Geist kommt am einfachsten durch einen ruhigen Körper. Meditation wird daher hauptsächlich im bewegungslosen Sitzen gelehrt. Ein ruhiger und stiller Geist ist aber auch frei von Stress, Hektik und Zerrissenheit. Dem lässt sich beispielsweise durch gleichmäßige und tiefe Bauchatmung entgegenwirken.

Bei gleichzeitiger vollkommener Aufmerksamkeit: Der Kopf soll sich aber nicht soweit entspannen, dass er einschläft oder wegdöst. Nein, der Geist soll bei völliger Klarheit, aufmerksam das Hier und Jetzt wahrnehmen. Wir sprechen dabei von Achtsamkeit, Wachheit oder Aufmerksamkeit. Erreicht wird es durch Disziplin und stetiges Üben.

Das Vorgehen ist dabei immer das gleiche. Man entspannt sich, dann richtet man seine Konzentration auf etwas im Jetzt. Sobald man bemerkt, dass man davon abrückt, kommt man wieder zum Fokus im Jetzt zurück. Grundsätzlich also kein Hexenwerk und jeder kann es lernen 🙂

Welche Meditationsarten gibt es?

Es gibt sehr viele Meditationstechniken, hier ein paar der bekanntesten…

Passive Meditationsarten

 

Stille Meditation

Bei der stillen Meditation sitzt man ruhig da und versucht dabei einen Zustand der absoluten Gedankenlosigkeit herbeizuführen. Dazu lenkt man die Aufmerksamkeit immer wieder zurück auf das Hier und Jetzt.

Achtsamkeitsmeditation

Bei der Achtsamkeitsmeditation nimmt man die Beobachterrolle ein. Man versucht nicht seine Gedanken zu kontrollieren sondern wahrzunehmen und zu beobachten. Sowohl Gedanken als auch Gefühle können dabei beobachtet werden. Ziel ist es, sich nicht damit zu identifizieren, sondern sie einfach nur zu beobachten und zu akzeptieren, so wie sie gerade kommen und auch wieder gehen. Dadurch wird das nicht wertende Sein im Moment trainiert.

Konzentrations Meditation

Bei dieser Art der Meditation konzentriert man sich bei der Meditation auf etwas Bestimmtes. Das kann der Atem sein, ein Gegenstand, ein Gedanke oder ein Mantra. Durch die Fokussierung soll der Gedankenfluss gestoppt und der Geist beruhigt werden. Immer wenn Gedanken kommen, lenkt man seine Konzentration wieder auf das Objekt der Meditation zurück.

Bodyscan

Der Bodyscan ist eine besondere Form der Achtsamkeitsmeditation, die meistens im Liegen praktiziert wird. Beim Bodyscan nimmt man jedes einzelne Körperteil nach der Reihe wahr und spürt dabei in sich hinein.

Geführte Meditation / Visualisierung /Traumreise

Eine geleitete Meditation, zu einem bestimmten Thema. Durch die Meditation sollen bestimmte Ziele oder Nutzen erreicht werden. So kann das Thema einer geführten Meditation zum Beispiel Selbstliebe, Dankbarkeit, Zielfindung oder ähnliches sein.

Aktive Meditationsarten

 

Gehmeditation

Viele Menschen können nur schwer ruhig sitzen, das heißt nicht, dass sie nicht meditieren können. Es gibt aktive Meditationsarten, wie zum Beispiel die Gehmeditation. Viele Menschen führen sie bereits intuitiv aus, wenn sie beim Spazierengehen „einen klaren Kopf“ bekommen.

Mantra Meditation

Die Mantra Meditation ist eine Art der Achtsamkeitsmeditation. Du kannst ein Mantra leise für Dich in Deinem Kopf immer wieder wiederholen oder laut aussprechen oder singen. Durch das ständige monotone Wiederholen des Mantras versetzt man sich in eine Art Trance, was einen sehr angenehmen Zustand bewirkt.

Yoga /Asanas

Streng genommen ist Yoga keine Meditation sondern eine Lebensphilosophie und die Asanas nur ein Teil des Yogas. Warum sie trotzdem erwähnt werden? Durch die körperlichen Bewegungen und der fließenden Übergänge in die verschiedenen Yogaposen, wird oft ein Meditationszustand im Geist erreicht. Deshalb kann ein Yogaflow ebenso eine Form der bewegten Meditation sein.